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Letzten Monat waren wir mit einer kleinen Gruppe von Leuten in Polen um das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz Birkenau und das zugehörige Museum zu besichtigen. Zwischen 1940 und 1945 wurden in Auschwitz über eine Million Menschen durch die deutschen Faschisten grausam ermordet.

Heute sind die Lagerkomplexe Museum, Gedenkstätte aber auch Friedhof und Mahnmal. Es gibt verschiedene Ausstellungen die sich mit der Entwicklung des Nationalsozialismus in Deutschland und Europa, der Deportation, dem täglichen Geschehen in Auschwitz und der Befreiung durch die Rote Armee beschäftigen. Dazu gibt es Ausstellungen zu der Vertreibung und Unterdrückung von Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern.

Wir haben Vorwissen vertieft und vieles Neues dazugelernt doch die Schrecken bleiben unvorstellbar. In der Ausstellung zum jüdischen Leben und dessen Vernichtung in der Zeit des Nationalsozialismus steht ein Buch, das versucht alle durch die Nazis ermordeten Juden und Jüdinnen zu dokumentieren. Über vier Millionen Namen stehen in diesem Buch, welches einen ganzen Raum füllt. Diese Dimensionen wurden uns hier erst richtig bewusst. Auch Lelka und Mania stehen darin.

Unsere Trauer und unsere Wut erinnern uns an den täglichen Kampf, den wir führen müssen um zu verhindern, dass das was passiert ist noch einmal passiert. Heute mehr denn je, denn in der Gesellschaft sehen wir wieder leider immer öfter rassistisches, nationalistisches und antisemitisches Gedankengut, welches bittere Parallelen zum deutschen Nationalsozialismus aufzeigt.

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“
Primo Levi,
italienischer Schriftsteller, Partisan und Inhaftierter im KZ Auschwitz.

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